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Viele Hydraulikanlagen für Schneepflugbetätigung sind nur mit zwei Zellen ausgestattet. Eine Zelle für Heben und Senken und eine weitere Zelle für Schwenken ein/aus. Bei einem V-Schneepflug, wie z. B. dem Arox-Pflug von Gmeiner, müssen beide Schare ein- bzw. ausgeschwenkt werden. Die Diagonalfunktion schaltet an einer Zelle zwischen beiden Scharen um. Somit sind beide Schare an einer einzelnen Zelle unabhängig voneinander steuerbar. Eine Komfortschaltung ist eine Option, die für V-Schneepflüge angeboten wird. Hierbei lassen sich beide Schare des V-Schneepfluges als gesamte Einheit nach links und rechts verschwenken. Damit kann ein V-Schneepflug wie ein ganz normaler Seitenschneepflug eingesetzt werden. Bei unebenen oder gewölbten Fahrbahnen kann sich ein Segment-Pflug dem Untergrund anpassen. Jedes Segment kann separat die Überfahrsicherung auslösen. Das für Heben und Senken verwendete Parallelogramm sollte möglichst waagrecht sein, wenn der Pflug aufsetzt. In dieser Position sollten die Kufen und die Schürfleiste bei ebenem Untergrund aufstehen. Die Gleitkufen oder Laufrollen stützen den Pflugrahmen gegen einwirkende Torsionskräfte bei Schlägen auf die Pflugschar ab. Sie verhindern auch, dass die Pflugschar mit der Schürfleiste in eine Dehnungsfuge bei Brücken oder in den Gleisspalt bei Bahnübergängen fallen und Schäden entstehen können. Mit den verstellbaren Laufrollen wird außerdem zugleich der Auflagedruck des Schneepfluges eingestellt (Wirkungsweise wie hydraulische Pflugentlastung, nur mechanisch). Eine Pflugentlastung reduziert den Verschleiß der Schürfleisten und gewährleistet die volle Lenkbarkeit des LKW's. Der Hebezylinder des Pfluges wird mit ca. 50 - 70 % des Hydraulikdruckes beaufschlagt, um eine geringe Anhebung des Pfluges zu erwirken. Die Entlastung kann stufenlos von 0 - 100 % eingestellt werden. Im abgekoppelten Zustand muss die Aufnahme für die Montageplatte angehoben werden. Dafür wird die Senken-Funktion aktiv betätigt. Die Zylinder werden über Schockventile mit Rückführung in den Tank geschützt. Die Einstellungen betragen zwischen 130 und 300 bar, je nach Kinematik. Wenn der nach links oder rechts auf Anschlag geschwenkte Schneepflug keine getrennte Hebe-/Senkkinematik hat, verspannt sich der Schneepflug, sobald im Räumeinsatz die seitliche Pendelbewegung die Freiheitsgrade übersteigt oder wenn der Schneepflug angehoben wird, da der Verschwenkzylinder gegen den Schwenkanschlag drückt und der Hubzylinder eine Gegenkraft auf diesen ausübt. Die Dämpfungsleiste zwischen Pflug und Schürfleiste bietet ein elastisches Bindeglied und somit ein ruhigeres Räumen. Die Stahlschürfleiste wird wie alle Schürfleisten an der Pflugschar des Schneepfluges befestigt und dient zur Schneeaufnahme des auf der Straße liegenden Schnees. Die Stahlschürfleiste ist ein Verschleißteil und ist in unterschiedlichen Materialqualitäten lieferbar, die die Laufleistung wesentlich beeinflussen. Eine Korund-Schürfleiste ist eine Gummischürfleiste, die in der Gummimischung Korund (Quarzsand, Keramik) enthält. Der Korund stabilisiert den Gummi und reduziert die Fahrbahnreibung. Die Korund-Schürfleiste wird bei Fahrbahnoberflächen verwendet, die starke Unebenheiten aufweisen (Kopfsteinpflaster, stark überstehende Kanaldeckel). Die Kombi-Schürfleiste ist eine Sandwich-Bauweise aus Stahl-Gummi-Stahl. Hierbei gibt es in der Gummimischung unterschiedliche Zusammensetzungen (Keramikblöcke, Hartmetall) und unterschiedliche Hersteller. Entwickler und Marktführer ist die Fa. Küper, zuvor Gummi-Küper. Anstelle einer Verschraubung der Schürfleisten an der Pflugschar wird eine Klemmvorrichtung zur Befestigung verwendet. Vorteil: Schnelleres Wechseln der Schürfleisten. Nachteil: Die Befestigung kann sich lockern. Ein Hochgebirgspflug hat einen Anstellwinkel von 25° bis 36°, gemessen zur Senkrechten. Ein Universalpflug hat einen Anstellwinkel von 9° bis 21°, gemessen zur Senkrechten.
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