Fragen rund um unsere Streuautomaten
![]() | Was bedeutet das Gmeiner "TwinConcept (TC)" |
Bei der Baureihe TwinConcept von Gmeiner erfolgt die Austragung des Trockenstoffes (Salz, Splitt oder Sand) mit einer Zwei-Wellentechnik (Doppelförderschnecken-System). Dadurch wird der Füllstoff über eine breitere Zuführung aufgenommen und transportiert. Die Anstellwinkel sind dadurch steiler, was ein besseres Nachrutschen des Füllstoffes gewährleistet.
Außerdem kann der Streuer dadurch extrem niedrig gebaut werden, was eine bessere Übersicht nach hinten bietet. Dadurch wird weiterhin ein niedrigerer Schwerpunkt erreicht, was ein sehr gutes Fahrverhalten gewährleistet. Die unabhängig voneinander angesteuerten Schneckenwellen können in der Doppelkammerausführung separat für unterschiedliche Medien angesteuert werden.
![]() | Was bedeutet das Gmeiner "TruckConcept (TRC)"? |
Das Gmeiner TruckConcept beinhaltet Streuautomaten für den Einsatz auf LKWs. Die Geräte sind sehr leicht und auf die Bedürfnisse des Winterdienstes mit LKW konstruiert. Die TruckConcept-Serie ist in zwei Längen (S = kurz und L = lang) verfügbar.
Die Entleerung kann wahlweise mit einer Schnecke, einem Bandfördersystem oder einer Kettenförderung ausgeführt werden - je nach Einsatz und Kundenwunsch. Für ein einfaches Auf- und Abladen gibt es verschiedene Stütz- bzw. Abrollsysteme, auch für das beladene Gerät.
![]() | Was bedeutet das Gmeiner "HitchConcept"? |
Das Gmeiner HitchConcept beinhaltet Streuautomaten für den Anbau an Dreipunkt-Hydraulikanlagen, meist an Traktoren. Die Streugeräte sind in verschiedenen Größen verfügbar und können auch mit Feuchtsalz ausgestattet werden. Die Streuautomaten sind auch als Doppelkammergeräte verfügbar.
![]() | Welche Materialien werden für die Fertigung der Streugeräte eingesetzt? |
Für die Fertigung der Gmeiner-Streuautomaten wird hauptsächlich Stahl S355 verwendet. Die Materialstärken differieren zwischen 2 und 6 mm je nach Größe der Streuautomaten sowie der Krafteinleitung. Alle Versionen können gegen Aufpreis auch komplett in Edelstahl gefertigt werden. In der Basisausführung des TwinConcepts ist bereits sehr viel Edelstahl verbaut, um einen langfristigen Korrosionsschutz zu gewährleisten.
Der Behälterboden (optional), die Rutschblecheinheit, der Streuteller, die Gerätesicherheitsabdeckung, die Fußaufnahmen für die Abstellfüße, das Dachgestänge sowie alle Verbindungsteile sind in Edelstahl ausgeführt.
Das TruckConcept ist ebenfalls bereits in der Grundausstattung mit sehr viel Edelstahl ausgeführt. Die Verbindungselemente, das Streuteil, der Streuteller und der Behälterboden (optional) für die Schneckenförderung sind aus Edelstahl gefertigt.
![]() | Wie ist die Lackierung bei Gmeiner aufgebaut? |
Die Lackierung erfolgt im Hochdruckspritzverfahren mit ca. 3 bar Druck, 1,7 mm Düsendurchmesser. Verwendetes Material: High Solid Polyurethan Lack (Festkörpergehalt 80 %). RAL-Farbton mit einer Gesamtschichtstärke > 160 µ. Die verwendeten Materialien entsprechen den Anforderungen der Deutschen Bahn AG und sind zugelassen nach TL 918301.
Der Lackaufbau erfolgt in mehreren Prozessschritten wie folgt:
Vorbehandlung: Entfetten im Heißwasser-Hochdruckverfahren 60° mit 100 bar Wasserdruck, Ph-Wert 4,5. Nachgewaschen mit VE-Wasser. Wasseransammlungen, Blechüberlappungen und Spalten werden mit Pressluft ausgeblasen. Strahlen Rauhheitsgrad SA 2,5. Strahlmaterial Granat, Körnung 0,3 - 0,5 eisenfrei.
Grundanstrich: Die Grundierung wird im Hochdruckspritzverfahren aufgetragen, ca. 3 bar Druck 2 mm Düsendurchmesser. Verwendetes Material: Epoxydharz-Metallgrund hellgrau.
Decklack: Nach der Aushärtung der Grundierung wird die Oberfläche mit 320er-Schleifpapier angeschliffen, um evtl. Staubeinschlüsse und Unebenheiten zu glätten.
![]() | Was steckt hinter der Gmeiner "Offshore-Lackierung"? |
Die Gmeiner Offshore-Lackierung basiert auf dem Lackierverfahren, wie es bei in Salzwasser stehenden Windkraftanlagen verwendet wird. Diese Lackierung wurde für den langfristigen Einsatz in aggressivem Salzwasser konzipiert und hat sich über Jahrzehnte sehr gut bewährt. [Mehr]
![]() | Warum setzt Gmeiner im TwinConcept auf eine Zwei-Wellen-Technik? |
Bei zwei Wellen ist die Fläche, auf der das Salz ausgetragen wird, doppelt so groß und der Durchmesser der Wellen kleiner. Dadurch wird weniger Kraft benötigt und bei ungleicher Salzverteilung trotzdem genug Salz ausgetragen. Die Gefahr von Materialverstopfung und Brückenbildung wird dadurch erheblich reduziert. Durch das "Doppelförderschnecken-System" kann der Behälteraufbau sehr niedrig gehalten werden. Dies hat entscheidende Vorteile für den Anwender: Zum einen hat der Fahrer eine freie Sicht nach hinten beim Rückwärtsfahren und Rangieren, zum anderen ist der Höhenschwerpunkt sehr niedrig angeordnet, was zu besonders sicheren Fahreigenschaften führt.
![]() | Welche Leistung benötigt ein Streuautomat? |
Ein Gmeiner-Streuautomat benötigt ca. 13 kW (40 l Hydraulikleistung bei 190 bar Druck).
![]() | Wie genau ist die Streuautomatik bei Gmeiner? |
Die Streuautomaten sind getestet nach TLG-B3 mit einer Regelabweichung von max. +/- 5 % (nicht bei EWA-Bedienpult). Bitte beachten Sie, dass bei Streuautomaten ohne Rückmeldungen (EWA Bedienpult) bzw. im Notbetrieb (Automatikbetrieb) die Schnecken- sowie die Tellerdrehzahlen nicht überwacht werden, d. h. dass es sich bei den eingestellten Werten am Bedienpult in diesem Fall um reine Steuerungsgrößen handelt, welche nicht über einen Soll-/Istwert-Vergleich geregelt werden. Aus diesem Grunde müssen bei diesen Varianten Abstriche in der Genauigkeit gemacht werden!
![]() | Wie funktioniert die Notsteuerung der Gmeiner-Streuautomaten? |
Bei Ausfall eines Sensors kann die Fehlermeldung mit der Taste "Quitt" bestätigt werden und der Streuautomat funktioniert ohne Rückmeldung mit etwas geringerer Güte im Notbetrieb. Bei Ausfall der gesamten Elektronik kann der Streuautomat von Hand am Hydraulikblock manuell eingestellt werden.
![]() | Welche Vorteile hat der "Gmeiner-Ecoblock"? |
Der Ecoblock hat einen um ca. 20 % verbesserten Wirkungsgrad. Dadurch erreichen wir eine erhebliche Treibstoffeinsparung im Betrieb und weniger CO²-Ausstoß. Aufbaumotoren können zusätzlich mit weniger Last gefahren werden und haben dadurch weniger Verschleiß und eine erheblich längere Lebensdauer.
Außerdem ist der Gmeiner Ecoblock mit einem hydraulischen Verpolschutz ausgerüstet. Damit sind bei vertauschten Anschlüssen die Hydraulikmotore geschützt, die ansonsten beschädigt werden könnten. [Mehr]
![]() | Wie realisiert Gmeiner die viel diskutierte Ladungssicherung? |
Auf allen geeigneten Pritschen setzt Gmeiner das mit Mercedes zusammen entwickelte und abgenommene G-Lock-System ein. G-Lock ist eine Klemmvorrichtung auf der Pritsche ohne Bordwände, für einfache Handhabung und sichere Fixierung der Streuautomaten auf den Fahrzeugpritschen.
Auf allen anderen Pritschen wird der Streuautomat mit Ketten befestigt. Alle mitgelieferten Ketten sind geprüft und abgenommen. Die Streuautomaten sind mit rutschhemmenden Platten unterlegt, die einen Reibungsbeiwert von <0,4 gewährleisten. Somit muss die Befestigung lediglich den Streuautomaten in seiner Position halten.



